Amigurumi häkeln: Zubehör, Füllen und Zusammennähen

Das brauchst du für Amigurumi: Garn, Nadelstärke, Füllwatte, Augen und die wichtigsten Techniken zum Füllen und Zusammennähen.

Amigurumi sind gehäkelte Figuren, und ihr Aussehen hängt stark von Material und Technik ab. Mit der richtigen Ausrüstung werden die Maschen dicht, die Form gleichmäßig und das Zusammennähen sauber. Hier der Überblick.

Das brauchst du

  • Garn: glattes Baumwoll- oder Acrylgarn lässt Maschen klar erkennen. Dunkle Farben sind für den Anfang schwieriger.
  • Nadel: eine bis zwei Stärken kleiner als auf der Banderole (z. B. 2,5 bis 3 mm), damit das Gewebe dicht wird und die Füllung nicht durchscheint.
  • Füllwatte: Polyesterfüllwatte ist leicht, waschbar und formstabil.
  • Maschenmarkierer: Er zeigt dir das Rundenende, du brauchst ihn in jeder Runde.
  • Wollnadel mit stumpfer Spitze zum Vernähen und Zusammennähen
  • Sicherheitsaugen oder Stickgarn für das Gesicht

Spiralrunden und Fadenring

Fast alle Figuren werden in Spiralrunden gehäkelt: ohne Wenden und ohne Kettmasche am Rundenende. Du beginnst mit einem Fadenring (Magic Ring) oder mit zwei Luftmaschen. Der Fadenring lässt sich fest zuziehen und hinterlässt kein Loch. Wie er geht, steht in der Anleitung zum Amigurumi-Ball.

Füllen

  • Fülle in kleinen Portionen und forme die Watte, damit keine Klumpen entstehen.
  • Fülle fest genug, damit die Form hält, aber nicht so fest, dass die Maschen auseinandergehen.
  • Fülle Köpfe und Körper, bevor die Öffnung zu klein wird. Zum Nachstopfen eignet sich ein Stäbchen oder der Griff der Nadel.
  • Flache Teile wie Ohren bleiben meist ungefüllt.

Augen und Gesicht

  • Sicherheitsaugen befestigst du vor dem Füllen. Sie halten fest, aber nur für größere Kinder oder Dekofiguren.
  • Aufgestickte Augen aus Garn sind für Babys und Kleinkinder die sicherere Wahl.
  • Setze die Augen mit Stecknadeln erst probeweise, bevor du sie festmachst. Zwei Maschen Abstand mehr oder weniger verändern den Ausdruck stark.

Teile zusammennähen

  1. Stecke alle Teile mit Stecknadeln an, bevor du nähst.
  2. Lass beim Abschneiden jedes Teils einen langen Fadenrest zum Annähen.
  3. Nähe mit der Wollnadel in kleinen Stichen, jeweils in die Maschenglieder beider Teile. So wird die Naht kaum sichtbar.
  4. Vernähe die Fäden im Inneren der Figur.

Häufige Probleme

  • Löcher in der Figur: Nimm eine kleinere Nadel und häkle fester.
  • Die Füllung schimmert durch: Das Garn ist zu hell oder die Nadel zu groß.
  • Die Form wird schief: Zähle die Maschen nach jeder Runde. Mehr Maschen verändern die Form.

Wichtig bei Spielzeug für Kinder: Verwende nur Garn, Füllwatte und Augen, die für Kinderspielzeug geeignet sind (Kennzeichnung nach EN 71). Für Kinder unter drei Jahren sind aufgesetzte Kleinteile nicht geeignet: Sticke Augen und Nase lieber auf und häkle die Teile fest.

Weitere Grundformen findest du im Beitrag Amigurumi Grundformen.

Titelbild: Foto via Pexels